Eingeschränktes Halteverbot (Vorschriftzeichen Nr. 286)

In Deutschland richtet sich das Halteverbot an Fahrzeugführer im Straßenverkehr auf öffentlichem Verkehrsgrund. Paragraph 12 der Straßenverkehrsordnung besagt, dass überall gehalten werden darf, wo es nicht eindeutig durch ein Hinweisschild verboten ist. Die Straßenverkehrsordnung besagt auch, dass Fahrzeuge nur auf Fahrbahnen geführt werden dürfen. Gehwege gehören nicht zur Fahrbahn, deshalb darf hier weder gefahren noch gehalten werden.

Erklärung zu Eingeschränktes Halteverbot (Vorschriftzeichen Nr. 286)

Kategorie
Vorschriftzeichen
Hinweise
Das Halteverbot kann von zwei Verkehrszeichen angezeigt werden. Das eingeschränkte Halteverbot dabei vom Vorschriftzeichen mit der Nummer 286 und das absolutes Verbot von Nr. 283. Die Straßenverkehrsordnung geht davon aus, dass jeder Fahrzeugführer, der sein Auto abstellt und länger als drei Minuten verlässt, es in diesem Moment parkt.
BGH Urteile
Halten ist grundsätzlich an Fahrbahnstellen verboten, die eng und unübersichtlich sind wie in Kurven oder an Bahnübergängen. Zum Halteverbot zählen auch deutlich gekennzeichnete Zufahrten, wie etwa für Rettungsfahrzeuge. Außerdem darf bis zu 10 Meter vor den Verkehrszeichen Andreaskreuz (Nr. 201), Stoppschild (Nr. 206) und „Vorfahrt gewähren“ (Nr. 205) nicht gehalten werden. Auch das Halten im Kreisverkehr, an Taxiständen oder an Fußgängerüberwegen ist untersagt.
Internationale Zeichen derselben Bedeutung
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Strafe bei Missachtung
Missachtet ein Fahrzeugführer das Halteverbot, begeht er eine Verkehrsordnungswidrigkeit nach dem Grunddelikt und dem Bußgeldkatalog. Diese Verkehrsordnungswidrigkeit wird mit einer Geldstrafe von 35 Euro im Sinne eines Verwarngeldes bestraft. Wird das Fahrzeug länger als eine Zeitstunde geparkt, oder kommt es durch das Halten zur Behinderung der anderen Verkehrsteilnehmer, kann das Fahrzeug auch abgeschleppt werden.
Zusatzzeichen
Das Zeichen „Halteverbot“ kann mit verschiedenen Zusatzschildern kombiniert werden, die das Verbot entweder örtlich, zeitlich oder personengebunden einschränken. Mit der verbalen Ergänzung „auf dem Seitenstreifen“ beispielsweise bezieht sich das Verbot nur auf den Seitenstreifen. Außerdem können Schilder mit der Aufschrift „... mit besonderem Parkausweis frei“ bestimmte Anwohner oder Menschen mit Behinderung vom Halteverbot ausnehmen.
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